Louis Pasteur, Studioaufnahme von Nadar

Louis Pasteur: Einfluss auf die Bier- und Lebensmittelindustrie

Leben

Louis Pasteur wurde 1822 als drittes von fünf Kindern in Dole in Frankreich geboren und wuchs nach einigen Umzügen in Arbois auf. Er besuchte fünf Jahre lang die École Normale, wo er 1847 seinen Doktor der Naturwissenschaften erlangte. 1849 arbeitete er als Assistenzprofessor an der Universität von Straßburg und heiratete im selben Jahr die Tochter des Universitätsrektors, Frau Marie Laurent. Sie gebar fünf Kinder, von denen jedoch zwei bereits im jungendlichen Alter starben. Schon kurze Zeit später wurde Pasteur in die Ehrenlegion der Pharmazeutischen Gesellschaft aufgenommen, da sein wissenschaftliches Ansehen rasch gestiegen war. Kurz danach wurde er an die Universität nach Lille berufen. Nachdem Pasteur dort als Dekan der Fakultät für Wissenschaften eingesetzt war, wechselte er 1857 zur École Normale und steigerte deren Ruf enorm. Er setzte in seiner Funktion als Administrator die Zahl der Laborassistenten herauf, reduzierte aber gleichermaßen Ihre Vertragsdauer auf zwei Jahre. Dies motivierte eine höhere Anzahl an Studenten zur Promotion. Durch die Steigerung des Ansehens der Universität steigerte er auch die Bewerberzahlen von 50 bis 70 jährlich auf etwa 230. Bereits in Lille begann er seine Studien zur Gärung, die er an der École Normale ohne Forschungsauftrag fortsetzte. Nachdem 1859 seine Tochter im Alter von 9 Jahren an Typhus starb, widmete er sich besonders seiner Keimtheorie und entwickelte wenig später in Arbois die Pasteurisierung, für die er noch heute bekannt ist. Im Jahr 1865 begann Pasteur mit seinen umfassenden Studien zu den, für die Textilindustrie überaus wichtigen Seidenraupen, und die Krankheiten, die diese befielen. Dieses Forschungsgebiet nahm über mehrere Jahre seine Zeit in Anspruch, sodass er bis 1870 jeden Sommer in Südfrankreich verbrachte, um im dortigen Feldlabor seine theoretische Arbeit fortzusetzen.

Das ursprüngliche Gebäude des Institut Pasteur beherbergt heute ein Museum zu Pasteur sowie die Krypta mit seinem Leichnam.
Das ursprüngliche Gebäude des Institut Pasteur beherbergt heute ein Museum zu Pasteur sowie die Krypta mit seinem Leichnam.

Als er Kontakt zu Kaiser Napoleon III. erlangte, gelang es ihm, sich immer stärker auf seine Forschungsarbeit zu fokussieren und ließ sich später sogar von seinen Lehrverpflichtungen befreien um sich ganz auf seine Forschungen fokussieren zu können. Seine Arbeit beschäftigte sich sowohl mit der Gärung, als auch mit Infektionskrankheiten von Tieren und Menschen. Pasteur erlangte im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere verschiedene Preise, wie zum Beispiel das Großkreuz der Ehrenlegion und konnte von seiner vererbbaren Leibrente von 25.000 Francs sehr gut leben. Durch seinen revolutionären Erfolg mit der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Tollwut erzielte er außerdem zahlreiche Spendengelder. 1888 wurde das Institut Pasteur offiziell eröffnet, das bis heute eine bedeutende Rolle in der Forschung spielt. Nachdem Pasteur 1895an den Folgen eines Schlaganfalls starb, wurden seine sterblichen Überreste, und später auch die seiner Frau, in einer Gruft unter dem Institut Pasteur beerdigt.

 

Werk

Louis Pasteur beschäftigte sich mit vielfältigen Forschungsgebieten und erlangte diverse Durchbrüche, die auch in der modernen Zeit immer noch von herausragender Bedeutung sind. Das Institut Pasteur ist mittlerweile eines der weltweit führenden Grundlangenforschungszentren im Bereich Medizin und Biologie. Pasteur legte mit seinen Forschungen den Grundstein für die Mikrobiologie, seine Erkenntnisse sind noch heute Grundlage für weiterführende Forschungen.

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