„Punk IPA“ von Brew Dog

Frühstücksbier für Punks

Da ich generell Fan von Brewdog bin und das Punk IPA zu einem meiner Lieblingsbiere gehört versuche ich euch trotzdem eine möglichst objektive Beurteilung zu geben. Ehrlich gesagt zählt es sogar zu meinen salopp genannten „Frühstücksbieren“. Das sind Biere, die jederzeit als Ersatz für den gängigen Prosecco oder Mimosas zu einem ordentlichen Sonntagsbrunch ohne zögern getrunken werden können. Aber das ist natürlich meine persönliche Meinung. Nun zum Bier:

Aussehen

Angefangen beim Etikett ist es im klassischen Brewdog Style, in diesem Fall in kräftigem Türkis mit weißem Hintergrund. Beim Einschenken zeigt sich die goldene Farbe des Bieres. Die kräftige Farbe kommt vom eingesetzten Karamellmalz, welches durch eine etwas intensivere Röstung mehr Farbe bekommt. Der Schaum ist feinporig und dicht und zeichnet sich leicht am Glas ab.

Geschmack

Beim ersten Riechen steigt einem der Geruch eine Mischung aus tropische Früchten mit einem Hauch von Grapefruit und leichten Karamellnoten in die Nase. Mit seinen 5,6 Vol% reiht es sich in den normalen Alkoholgehalt von IPAs ein. Wie bei Ales gewünscht ist es eher zurückhaltend in der Rezenz und gibt ein volles Mundgefühl. Im Antrunk fördert der neuseeländische Hopfen ein leicht harziges Gefühl am Gaumen, das sehr gut durch die Fruchtnoten abgerundet wird. Der Hopfen bleibt während des gesamten Trinkens präsent und kommt im Abgang schön bitter an. Die Bittere ist dabei aber keineswegs adstringierend, sondern ausgewogen und fruchtig. Durch die eingesetzten Rohstoffe ist der Körper des Bieres angenehm malzig, ein bisschen in Richtung salziger Cracker. Im Abgang ist das Bier trocken. Im Gesamten ist das Bier intensiv aber sehr passend für ein IPA.

Bierstil/Brauerei

Das India Pale Ale als Bierstil wird immer beliebter, was es damit auf sich hat könnt ihr im Biermagazin unter „angloamerikanische Biere, Teil 1“ nachlesen. Das Punk IPA beschreibt die Philosophie der Brewdog Gründer, die sich selbst als Punks bezeichnen, wohl am besten und es zählt zu den „Klassikern“ unter ihren Bieren. Der Zusatz „post modern classic“ bedeutet eine Anlehnung an IPAs aus früheren Zeiten mit der fruchtigen Hopfennote der heute oft gewünscht ist.

Ich finde das Bier passt gut zu herzhaften Speisen wie würzigen Käse oder einem leckeren Burger. Gut passt es auch zu geräuchertem Lachs beim sonntäglichen Brunch. Also Cheers, Punks! Lasst es euch schmecken.

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Galerie

Autor
thumb_img_2870_1024-1 Sina Fürlauf

Bier war für mich schon immer ein super interessantes Getränk und so bin ich auch zu meinem Studium für Brauwesen und Getränketechnologie gekommen. Ich probiere gerne neue Sachen aus und dabei steht für mich der Geschmack im Vordergrund. Neben dem Genuss habe ich auch ein Händchen für Trends und bin immer auf der Suche nach frischen Ideen. Gerade durch das Studium beschäftige ich mich schon lange viel mit Verkostungen (bald bin ich auch DLG-Verkoster), neuen Bieren, Start-Ups und der Craftbeer-Szene.

In der Zukunft werde ich für Bierhandwerk Biere verkosten, euch Einblicke in die Veranstaltungen geben und für das Magazin schreiben.  Was ich sonst so treibe könnt ihr auf meinem neuen Blog „Beer and the city“ verfolgen. Durch meine Vorliebe für Kurztrips und Reisen gerate ich immer wieder an die unterschiedlichsten Orte mit oft spannender Biervielfalt. Meine Leidenschaft für gutes Bier gilt nicht nur Craftbeer sondern auch traditionellen regionalen Brauereien und Bieren. Qualität und Liebe zum Handwerk verleihen modernen wie auch althergebrachten Bieren ihre Einzigartigkeit. Auch Biermischgetränke können spannender sein als man denkt. Ich freue mich meine Leidenschaft für Bier mit euch teilen zu dürfen.

 


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