Ludwig Tilman

„Das Helle“ von Tillman´s Biere

Eine Helles zwischen Tradition und Moderne

Er zählt zu den kreativsten Brauern in Bayern. Während seiner Ausbildung zum Braumeister an der ältesten Bieruniversität der Welt in Weihenstephan, experimentierte Tilman Ludwig schon regelmäßig mit inzwischen namhaften Brauern in der Wohnungsküche. Nach dem Studium zog es den 31-Jährigen für zwei Jahre in die Schweiz zur Spezialitätenbrauerei Huus Braui in Roggwil. Mit dem Job dort war er eigentlich sehr zufrieden. Bis ihn die Sehnsucht nach der Heimat packte.
Zurück in München gründete er – angeblich war es Zufall – am Tag des deutschen Bieres 2014 seine eigene Marke: „Tilmans Biere“. Zwar hat er noch keine eigene Brauerei, doch sein erstes Meisterwerk war das goldfarbene Helle mit 5,1 Prozent Alkohol. Schon das Etikett auf den Flaschen verspricht einen ungewöhnlichen Inhalt. Ludwig braute es mit Karamellmalz und der Hochalpha-Hopfensorte Chinook. Um vor allem die bayerischen Biertrinker nicht gänzlich zu verschrecken, behielt das Bier den Charakter eines traditionellen Hellen – allerdings mit ganz besonderen Eigenschaften. Da der Hopfen drei Wochen mit im Tank lag, duftet es für ein Helles sehr fruchtig – nebst Grapefruit auch nach frischer Limone. Über die Zunge strömt eine unaufdringliche Karamellsüße, kombiniert mit gelben Steinfrüchten wie Aprikose und Pfirsich. Dazu ist es auch noch ausgewogen herb und wunderbar süffig.
Der Erfolg dieses Bieres lässt sich auch an den Münchner Isarauen beobachten. Dort halten vor allem im Sommer die jungen Leute immer mehr das erfrischende „Tilmans Helle“ in den Händen. Tilman Ludwig präsentiert damit eine absolut moderne Interpretation des traditionellen Bierstils. Mit diesem Bier begeistert der Münchner sowohl Craft-Bierfans, als auch konservative Biergenießer.

Bierhandwerk-Werbung-Shop2
Zu den Bieren von Tilmans im Bierhandwerk-Shop

Autor
Mareike Hasenbeck (Foto: Elena Hasenbeck) Mareike Hasenbeck

Früher habe ich mich nie so richtig für Bier begeistern können. Und das, obwohl ich im bayerischen Bierdorf Aying aufgewachsen bin – mit Blick auf die alte Brauerei, in der seit 130 Jahren traditionelle Spezialitätenbiere gebraut werden. Doch erst der Genuss eines modernen India Pale Ale aus einer amerikanischen Craft-Brewery – mit all seinen subtilen Aromen und dem virtuosen Zusammenspiel diverser Hopfensorten – hat mich wirklich für das Thema Bier fasziniert. Inzwischen betreibe ich mein Portal feinerhopfen.com seit mehr als drei Jahren und war damit eine der ersten Bloggerinnen, die sich der jungen Craft-Bierbranche widmeten.

Mein Name ist Mareike Hasenbeck, ich bin 30 Jahre alt, lebe in München, wurde beim Nachrichtenmagazin FOCUS ausgebildet und arbeite als freie Journalistin für Medien wie FOCUS, Playboy und Lust auf Genuss. Außerdem schreibe ich Beiträge, Kommentare und Kolumnen für das CRAFT-Magazin und Zeitschriften wie „Echt Bayern“, Freundin, und zahlreiche andere Medien, darunter auch die Huffington Post. Meine Themen drehen sich um alle Formen des Lifestyles mit dem speziellen Ansatz von Genuss.

Was meine Begeisterung für Craft-Bier betrifft, so bin ich weder Sommelière noch Diplombraumeisterin oder Getränkewissenschaftlerin. Ursprünglich habe ich mal an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Nordische Philologie, Neuere Deutsche Literatur, Theaterwissenschaft und Germanistische Linguistik mit Magister-Abschluss studiert. Zum Bier habe ich also eher einen kulturellen Bezug und betrachte kreative Hopfensäfte vielmehr aus der Sicht einer genussfreudigen Konsumentin. Denn gutes Essen und spannende Drinks schätze ich allerdings schon seit frühster Kindheit – früher allerdings ohne Alkohol!