„Porter“ von der Sierra Nevada Brewing Company

Bier der Woche

Aussehen:

Bereits beim Einschenken erkennt man deutlich, dass man hier ein Bier vor sich hat, bei dem mit einer gesunden Menge an Karamell- und Röstmalzen gearbeitet wurde. Die schwarzbraune Farbe mit leichtem Rotstich und gleichmäßiger Trübung zeugt davon. Obenauf schimmert eine etwa 1cm dicke, leicht beigefarbene Schicht sahnigen Schaums.

Das Flaschenetikett zeigt eine Landschaft mit Gerstenfeld und Fluss. Typisch für die Sierra Nevada, die gerne auf ihre Verwendung hochwertiger Rohstoffe hinweist.

Geruch/ Geschmack:

Der Geruch des Porters ist bei wohltemperierten 8° Celsius rein und weist leichte Röstaromen auf. Im Antrunk sind deutliche Noten an geröstetem Kaffee wahrnehmbar, sowie ein weicher Karamellgeschmack. Die 5,6 Vol-% Alkohol bei einer Stammwürze von 13sierra-nevada-porter-live2,8° Plato transportieren die Röst- und Karamellaromata hierbei hervorragend. Das Geschmacksbild wird durch ein dezentes Rosinenaroma untermalt und leicht blumige Noten runden das Ganze ab. Mit dieser Blumigkeit wurde zudem ein angenehmes Verhältnis zwischen Malz- und Hopfenaromatik geschaffen. Trotz der 32 Bittereinheiten, ist die Bittere nicht nachhängend oder gar aufdringlich. Stattdessen ist einem ein trockener und klarer Abgang gegönnt, der dieses Bier zum perfekten Essensbegleiter werden lässt. Absolut empfehlenswert beispielsweise zu Steak und gerne auch zu Muttis Hackbraten! Für vegane und vegetarische Bierliebhaber bietet sich das Sierra Nevada Porter als Freund von gegrilltem Gemüse an.

Hintergrund:

Im 18. Jahrhundert entstanden, wurde Porter schnell zum stärkenden Getränk der Londoner Arbeiterklasse, insbesondere der Hafenarbeiter, die dem Porter den Namen gaben. Es handelt sich hierbei um einen obergärigen Bierstil mit vorwiegenden Röstaromen und einer leichten Bittere. Bei der Sierra Nevada  Brewing Company um Craftbier Legende und Gründer der Szene Ken Grossman, kann man diesen traditionellen und geradlinigen Bierstil zudem als gut aufgehoben betrachten.

 

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Autor
DSC06292 Luca Reichwald

Bevor ich vor ca. 3 Jahren das erste Mal den Kontakt zu Craftbier geknüpft habe, war mir Bier nicht als Genussmittel bekannt. Ich beschloss Brauwesen zu studieren aufgrund der gesellschaftlichen Atmosphäre, die die Bierbranche auch heute in Zeiten der Globalisierung noch hegt. Zudem reizte mich die Verbundenheit zu Tradition und Qualität, die trotz des technischen Fortschritts immer noch gewahrt wird.
Die immense Geschmacksvielfalt, die Bier aufweisen kann war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht geläufig. Das erste Craftbier was ich probierte, ein IPA, war daher für mich so etwas wie eine Offenbarung. Seitdem bin ich immer gespannt darauf Neues zu probieren, denn das Potential neuer Sorten ist noch lange nicht ausgeschöpft. Zudem freue ich mich darauf meine Begeisterung mit unseren Kunden teilen zu dürfen und so vielleicht auch den Einen oder Anderen, ähnlich wie bei mir, zu erleuchten.
Zu dem Wahren von Tradition ist bei mir übrigens das Wiederaufleben von Tradition als Motivation hinzugekommen. Denn die meisten der bekanntesten Craftbier Stile sind vor einigen hundert Jahren teilweise verschwunden und wurden dank der neuen Bierbewegung wiederentdeckt.


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