Xaver Amler

Xaver Amler empfiehlt: Mad Callista von Craftwerk

Bier der Woche

 

Wie versprochen, stellen wir euch wie jede Woche, nun auch diese Woche ein „Bier der Woche“ vor. Diesmal fiel die Wahl leicht! Der Braumeister von Craftwerk Stefan Hanke ist selbst ein ehemaliger Weihenstephaner und uns damit wohl bekannt. Im Rahmen seiner Promotion hat er sich intensiv mit Hopfen auseinandergesetzt. Und das sehr erfolgreich. Das Sortiment von Craftwerk ist seit heute um ein Bier reicher. Und wir dürfen als einer der ersten die Neuheit anbieten. Logisch, dass wir es zum „Bier der Woche“ küren:

Mad Callista von Craftwerk aus Bitburg

Aussehen: Es handelt sich um ein strohgelbes Bier mit feinporigem Schaum. Die Trübung ist anfangs leicht opal. Mit zunehmendem Anteil Bodensatz beim Einschenken geht es dann in eine gleichmäßige Trübung über und erinnert rein optisch dementsprechend an ein Kellerbier. Die Flasche reiht sich in das Design seiner Vorgänger mit ein und informiert dabei bereits auf dem Rückenetikett umfassend über dessen Inhalt. Wir sagen: Gut so!

Geschmack: Es weht einem bereits beim Öffnen der Flasche die Hopfenbombe entgegen. Bei genauem Schnuppern erfüllt es dem Hopfenfan seine tropischen Träume. Mango ist das Erste und Eindrucksvollste, was mir hängen bleibt. Callista ist eine der neuestens Hopfenzüchtungen aus Hüll in der Holledau und macht dem Cascade wohl ernsthaft Konkurrenz, sofern alle mit Callista so gut umgehen können. Respekt, der Braumeister übt sein Handwerk in vollster Perfektion aus! In großer Vorfreude ist der Antrunk frisch und prickelnd. Der Körper und das Mundgefühl sind schlank aber dennoch leicht malzig. Dem geringeren Alkoholgehalt von 3,9 %-vol. ist es entsprechend sehr gut ausbalanciert. Die Bittere ist erst präsent, im Nachtrunk und Ausklang aber verteilt sie sich feinherb über die Zunge und hinterlässt einen frisch blumigen Geschmack. Es bleibt zusammen mit der leichten Malzsüße ein leicht zitronensaures Mundgefühl mit einem sommerlichen Prickeln. Alles in allem zurecht das Bier der Woche zur passenden Jahreszeit.

Hintergrund: Das „Session“ in Session Lager ist der Begriff vieler Biersorten. Damit wird ausgedrückt, dass es sich um die leichtere Version des ursprünglichen Bierstils handelt. Das Lager bedeutet, klar, untergärig und lange gelagert. Dementsprechend eignet sich das Bier ideal für den heißen Sommer, an dem man nicht auf Geschmack verzichten will, aber auch nicht auf die drinkability. Grillfans haben hier das ideale Craftbeer gefunden. Mit zwei oder drei leichten Lagerbieren lässt sich die Grillparty bestens und gut gelaunt organisieren. So macht Biertrinken richtig Spaß!

Und das beste zum Schluss: Wir haben es quasi direkt aus der Füllerei bekommen, sodass es perfekt in unsere FreshFinest-Linie passt, werterhaltend gelagert bei 6 °C. Zum Wohle!

Bierhandwerk


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Autor
Xaver Amler von Bierhandwerk Foto: Christin Büttner) Xaver Amler

Von Null an etwas auf die Beine zu stellen hat mich schon oft gereizt. Angefangen mit der eigenen Brauanlage zu Hause habe ich als Brauer-Student damit die Marke „Isarkindl“ im Rahmen des Innovationswettbewerbs für Getränke und Lebensmittel an der TUM in Weihenstephan entwickelt. Als eine neue und spannende Aufgabe wirke ich nun bei Bierhandwerk von Anfang an mit. Als zertifizierter sensorische Sachverständiger der DLG für Bier und Biermischgetränke freue ich mich sehr, das Konzept der werterhaltenden Lagerung für Bierhandwerk weiter zu tragen. Eine meiner Hauptaufgaben liegt darin, die Qualität im Wareneingang und der Lagerung zu sichern und engen Kontakt zu den Brauermeistern zu halten. Da liegt es nahe, euch mit dem ein oder anderen Artikel die direkte Erfahrung aus dem Lager und des engen Lieferantenkontakts mitzuteilen.
Craftbeer bedeutet für mich Kreativität und charakterstarke Biere. Aber vor allem auch Frische. Das heißt, die Qualitätsarbeit der Brauer auch an den Kunden zu bringen. In der Hoffnung, dass ihr diese Arbeit auch wertschätzt, freue ich mich, euch in Zukunft zu informieren und neue Biere aus dem Lager zu präsentieren. (Foto: Christin Büttner)


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