Stefan Schlepphorst

Stefan Schlepphorst

Beginnen wir mit der Liebe zum Bier. Wer sich nach einem bereits abgeschlossenen Studium, entgegen dem Willen der Eltern und der Ratschläge der Freunde, dazu entschließt, mit vorangeschrittenem Alter und bescheidenen finanziellen Mitteln ein technisches Studium 650 Kilometer fernab der Heimat zu absolvieren, macht das nicht, weil er hin und wieder ganz gern mal ein Bier trinkt. Ich habe mich für das Braustudium entschieden, weil mich der Genuss von hochwertigem Bier seit meiner Jugend begeistert. In der Düsseldorfer Altstadt mit einigen Hausbrauereien verwöhnt, bestand diesbezüglich niemals Mangel, was aber keineswegs bedeutete, dass man sich auf das lokale Bier beschränkte. Wochenendausflüge an verschiedenste Orte in Deutschland, von Hamburg bis
Hohenzollern, wurden immer auch in Abhängigkeit der örtlichen Bierkultur ausgewählt. Bier ist mein größtes Hobby, Lieblingsgetränk und Antrieb für das Studium. Es gibt kein schöneres Produkt, in dessen Zeichen ich mir einen späteren Arbeitsalltag vorstellen könnte. Wenn ich meinen Kumpels jetzt von meinem Jobprofil im Bierhandwerk berichte (Verkostungen von exklusiven Bierspezialitäten, Besuch von Verbrauchermessen, Tastingseminare mit Braumeistern) denk ich mir schon manchmal, dass ich Geld für Aufgaben bekomme, für die andere Leute gerne größere Summen bezahlen würden… besser geht’s wohl nicht.